
Der Geschäftsklimaindex ist im Vergleich zur Frühjahrsumfrage um sieben Punkte gefallen und liegt nun bei 109 Punkten. „Hierbei gilt allerdings festzuhalten, dass sich die gesamtwirtschaftliche Stimmung im Handwerk der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim insgesamt immer noch auf einem positiven Niveau mit über 100 Punkten befindet“, erklärt Peter Beckmann, Geschäftsführer des Dezernats Betriebsberatung und Strukturförderung.
86% aller Betriebe bewerten demnach ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend. Lediglich 14% melden eine aktuell schlechte Geschäftslage. Die Aussichten für die kommenden Monate werden allerdings pessimistischer beurteilt. Über ein Viertel erwartet eine Verschlechterung der geschäftlichen Entwicklung, zumal die im Frühjahr prognostizierten Impulse weitestgehend ausgeblieben sind. Auch die Umsatzentwicklung und der Auftragsbestand sind gegenüber Herbst 2024 gesunken, wobei die Beschäftigtenentwicklung stabil geblieben ist.
Im Bau- und Ausbauhandwerk gibt es wieder eine positive Stimmungslage. Über die Hälfte der Betriebe dieser Gewerke bewertet ihre Lage als gut. Auch die Gesundheitshandwerke melden eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Sorgen bereiten die Nahrungsmittelhandwerke. Hier berichtet ein Drittel der Betriebe über eine schlechte Geschäftslage.
„Ein konjunkturelle Aufschwung ist weiterhin nicht in Sicht, dennoch hat das Handwerk der Region eine robuste Basis“, so Beckmanns Fazit. Zudem gibt es steigende Anforderungen an Effizienz und Kundengewinnung. Dauerthema ist weiterhin der Fachkräftebedarf und die anhaltende Bürokratie. Betriebe sehen einen besonderen Handlungsbedarf bei der Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe (42 %) und der Kundengewinnung (47 %). Digitalisierung und KI gewinnen immer mehr an Bedeutung als Lösungsansätze. Beckmann: „In diesen Bereichen erwarten wir eine dynamisierte Entwicklung über alle Gewerke, wozu die Handwerkskammer ihr Aus- und Weiterbildungsangebot zeitnah und stetig ausbauen wird“, so Beckmann abschließend.