BTZ des Aschendorf-Hümmlinger Handwerks GmbH

Bereich

Zahlen – Daten – Fakten

Im Berufsbildungs- und Technologiezentrum des Aschendorf-Hümmlinger Handwerks GmbH, einer gemeinsam getragenen Einrichtung der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und der Kreishandwerkerschaft Aschendorf-Hümmling, wurden im Berichtsjahr 2025 zusammenfassend 2.111 Personen mit insgesamt 115.078 Teilnehmerstunden qualifiziert.

Diese Leistung wurde mit 11 festangestellten MitarbeiterInnen  erreicht, davon sieben Ausbildungsmeister. Zudem sind bei der BTZ GmbH drei geringfügig Beschäftigte angestellt. Dem BTZ steht ein Dozentenpool aus erfahrenen Ausbildern zur Verfügung, die auftragsbezogen zum Einsatz kommen. Am Standort Papenburg wird die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung für 15 Ausbildungsberufe sichergestellt. Dabei sind wir in der Region Aschendorf-Hümmling Dienstleister für 9 Innungen.

Bau einer neuen Tiefbauhalle

Im Mai 2025 begann der Bau der neuen Tiefbauhalle mit einer Gesamtfläche von 230 m², ergänzt um einen modernen Sozial- und WC-Bereich. Bereits Mitte Oktober 2025 konnte der erste Lehrgang erfolgreich in den neuen Räumlichkeiten durchgeführt werden. Die Umsetzung des Bauvorhabens erfolgte durch regionale Handwerksbetriebe. Die noch ausstehenden Restarbeiten sind für Anfang 2026 vorgesehen. Nach aktuellem Stand wird der genehmigte Kostenrahmen in Höhe von 550.000 € eingehalten.

In den letzten zehn Jahren wurden somit werkstattübergreifend annähernd 5,0 Millionen Euro in Baumaßnahmen, Digitalisierung und die allgemeine Ausstattung investiert. Mit der Neuanschaffung modernster Ausstattung wird nachhaltig der Bildungsstandort Papenburg gestärkt. Vom Anlagenmechaniker bis zum Zimmerer profitieren alle Berufszweige. Dadurch wird die Qualität in der beruflichen Bildung gestärkt und hervorragende Bedingungen als Lernort für kommende Fachkräfte geschaffen. Dieser Umstand führt zu einem höheren Bildungsniveau und Leistungsvermögen der Lehrlinge im Handwerk und der Industrie gleichermaßen. Eine gute Ausbildung trägt überdies zur Fachkräftesicherung bei. In der Vermittlung fachpraktischer Grundlagen und zukunftsfähigen Ausbildungsinhalten wird damit unser Bildungsauftrag im Ausbildungsverbund (Betrieb – Berufsschule - BTZ) in der dualen Ausbildung erfüllt.

Nachwuchs­gewinnung durch praktische Berufs­orientierung

Das Berufsorientierungsprogramm (BOP) des BIBB ist für junge Menschen von großer Bedeutung. Viele Schüler beschäftigen sich im Berufsorientierungsprogramm zum ersten Mal mit ihren beruflichen Interessen. Genau dies ist das Ziel: Die Schüler begeistern, um sich mit dem Thema Handwerk auseinanderzusetzen.

Es sind mittlerweile mit sieben regionalen Oberschulen Berufsorientierungswochen vereinbart. In wöchentlichen Durchgängen erproben jeweils ca. 80 bis 100 Schüler sieben Berufszweige (Bau, Büromanagement, Elektro, Kfz, Maler, Metall, SHK) in unseren hauseigenen Werkstätten/Schulungsräumen. Anhand kleinerer Projekte wird praxisorientiert das Interesse für das Handwerk geweckt.

Qualitäts­manage­ment

Die Qualitätssicherung im Bereich der Arbeitsmarktförderung stellte auch im Berichtsjahr einen Schwerpunkt unserer Arbeit dar. Aktuell verfügen wir über sechs nach AZAV zertifizierte Maßnahmen im sogenannten Gutscheinverfahren. Diese umfassen fünf Schweißmaßnahmen sowie eine allgemein handwerksorientierte Maßnahme. Mit der Zuständigkeitsübertragung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach SGB II an die Agentur für Arbeit seit Januar 2025 erfolgte eine entsprechende Anpassung unserer organisatorischen Abläufe und Kooperationsstrukturen.

Ein weiterer wesentlicher Baustein der Qualitätssicherung ist die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Zertifizierungen. Seit dem 28.05.2025 sind wir als 3S-Hochvolt-Schulungsstätte anerkannt und erweitern damit unser Qualifizierungsangebot im Bereich moderner Antriebstechnologien. Das am 18.09.2025 erfolgreich bestandene DVS-Audit bestätigte erneut den Status als DVS-Kursstätte, der für weitere zwei Jahre gültig ist.Darüber hinaus wurde das QM- und AZAV-Audit am 15.12.2025 erfolgreich abgeschlossen. Damit sind unsere Bildungsgutscheinmaßnahmen für einen Zeitraum von drei Jahren zertifiziert und rechtssicher anerkannt. Perspektivisch ist für das Jahr 2026 oder später eine weitere Zertifizierung durch die SoKa-Bau vorgesehen, um unser Qualitätsprofil insbesondere im Baubereich weiter zu stärken.

Ausblick 2027

Im Jahr 2026 wird sich die dynamische Transformation der handwerklichen Berufe weiter fortsetzen. Vor diesem Hintergrund passen wir die Lehrgangsinhalte in den überbetrieblichen Lehrgängen kontinuierlich an aktuelle fachliche, technologische und ordnungspolitische Anforderungen an und investieren gezielt in eine moderne Ausstattung unserer Werkstätten. Mit dem Inkrafttreten der neuen Ausbildungsverordnung für die Bauwirtschaft zum 01.08.2026 ergeben sich zusätzliche inhaltliche und strukturelle Anpassungsbedarfe, die wir frühzeitig in unsere Bildungsangebote integrieren.

Ein neues Ausstattungsprojekt, das unter Einbindung von Fördermitteln realisiert werden soll, bildet hierfür eine zentrale Grundlage. Die Berufsorientierung sowie die Fort- und Weiterbildungsangebote werden dabei flexibel an die Auslastungskapazitäten unserer Werkstätten angepasst. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen im Rahmen von Bildungsgutscheinen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit vorgesehen.

Der Einsatz modernster Technik in Verbindung mit einer leistungsfähigen Infrastruktur dient der nachhaltigen Qualitätssicherung der beruflichen Bildung und Qualifizierung im Handwerk und in der Industrie. Durch die verstärkte Ausstattung mit digitaler Technik werden Auszubildende zukunftsfähig qualifiziert, was zu einem höheren Bildungsniveau und einer spürbaren Steigerung des Leistungsvermögens führt. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung und stärkt zugleich unser Bildungs- und Technologiezentrum als bedeutenden Standort der beruflichen Bildung.